Die Künstlerin:
Mein Name ist Brigitte Döhren, ich bin am 28.10.1951 geboren, bin verheiratet und habe drei erwachsene Kinder. Ich habe die Erzieher-Ausbildung gemacht und war schon während meiner Ausbildung kreativ tätig. Von selbst modellierten Porzellanpuppen über Marionetten nach Fotos malte ich Bilder in Öl, Portraits und Bleistiftzeichnungen. Einige Jahre nähte ich Bären aus Mohair und portraitierte Bären für Kunden.
Der Anfang:
Zu Beginn meiner Arbeit mit Fimo stellte ich Charakterpuppen her, mit denen ich Kunsthandwerker-Märkte bereiste. Da ich im Laufe der Zeit sehr viel von diesem Material verbrauchte, fragte ich bei dem Fimo-Vertrieb nach, ob ich die Knetmasse günstiger bekomme, wenn ich entsprechende Mengen bestellen würde. Zudem wäre es ja auch Werbung für das Produkt, da ich auf den Ausstellungen regelmässig öffentlich modelliere. Leider bekam ich eine Absage was den Preis betraf, erhielt dafür aber eine Warenprobe – meine Arbeiten hatten ihnen gut gefallen! Die „kleine" Warenprobe entpuppte sich als Riesenpaket; der Inhalt: Sämtliche erhältliche Fimo-Farben!
Die Idee:
Was sollte ich mit diesen ganzen Farben anfangen? Ich benötigte für meine Charakterpuppen lediglich die Hautfarbe! So entstand die Idee, Spielfiguren zu modellieren. Mensch-ärger-dich-nicht zum Beispiel benötigt rot, gelb, blau und grün. Jetzt stellte sich nur noch die Frage: Welche Figur möchte ich benutzen? Früher nähte ich lange Zeit Bären aus Mohair und anderen Naturstoffen (ich liebe Bären!). Die Entscheidung war gefallen: Bären als Spielfiguren für Mensch-ärger-dich-nicht, Mühle, Dame, Schach, Backgammon usw.… Die Spielbretter waren runde, drehbare Käsebretter aus Holz, auf die ich per Airbrush das Spielfeld sprühte. Trennen konnte ich mich manchmal nur schwer von diesen Spielen, jede einzelne Figur war ein Unikat und einige wuchsen mir ans Herz.
Die Lösung:
Fotos der Spiele und Figuren!
Die erste Karte:
Der Verkauf war recht erfolgreich, und so hatte ich bald eine stattliche Sammlung von Bärenfotos auf meinem Computer. Beim Durchblättern der Bilder fiel mir ein lustiger Satz zu einem der Bärchen ein... die erste Postkarte war entstanden! In kurzer Zeit hatte ich viele der Bärenfotos mit lustigen und frechen Sprüchen versehen. Ich fertigte Ausdrucke an, klebte sie auf Tonpapier und bot sie auf dem Bremer Weihnachtsmarkt an.
Der Erfolg:
Der Erfolg war so überwältigend, dass ich mit den Drucken kaum folgen konnte. Das wiederholte sich in den drei Jahren, in denen ich meinen Stand auf dem Weihnachtsmarkt hatte. Das war ein schönes Gefühl, ein Produkt herzustellen, welches die Menschen zum Lachen bringt.
Der Tatzino:
Kurz nach dem 3. Markt wurde ich Lizenzgeberin für die Firma tatzino. Mittlerweile stehen die Bären Modell für vielerlei Produkte. Unter anderem entstand in Zusammenarbeit mit der Firma Hermann-Teddy ein kleiner tatzino zum Knuddeln.
Die Zukunft:
Wir haben seit dem Bestehen unserer Firma viele Fachmessen besucht. Die Reaktionen der Menschen auf unseren tatzino sind durchweg positiv; es wird viel gelacht! Das bestätigt uns in unserer Aufgabe, dem tatzino noch mehr Leben zu geben, indem er auf Tassen, Notizblöcken, Rubbelgutscheinen, Feuerzeugen, Klappkarten und noch vielem mehr seine frechen, lustigen und lieben Sprüche erzählt. Er kann viele Alltagssituationen der Menschen nachvollziehen und spricht frech aus, was er denkt!